Die Zerstörung der Landschaft der Alpen schreitet unaufhörlich voran!

In den Alpen wird es immer enger. Zahlreiche Projekte des Tourismus werden immer größer ohne Rücksicht auf Verluste. Es wird die Basis zerstört, von der die Tourismusbranche eigentlich lebt. Es werden Natur und Landschaft erheblich in Mitleidenschaft gezogen durch Erweiterungen und Vergrößerungen von Bauprojekten in jeglicher Art, sollen aber trotzdem das ganze Jahr über Profit abwerfen und dem Urlauber das bieten, was erwartet wird. Doch irgendwann wird auch die Natur seine Konsequenzen zeigen. Und momentan hat der Kampf in den Alpen wahrscheinlich erst begonnen…

Beispiel Sudelfeld:

Nehmen wir das Beispiel des umstrittenen Bauprojekt am Sudelfeld. Der letzte Winter war in den Alpen ein reines Chaos. Wenig bis fast gar kein Schnee und damit auch wenig Umsatz für den Tourismus und das vor allem in Gebieten, die eher niedrig gelegen sind, wie das Sudelfeld. Nur was ist die Lösung des Problems? Im Winter umsteigen auf andere Alternativen oder ganz aufgeben? Nein, im Gegenteil, es sollen dort 80 riesige neue Schneekanonen installiert werden, die den Berg und die Abfahrten künstlich mit Schnee versorgen sollen und das obwohl in etwa 25 Jahren laut Schätzung von Wissenschaftlern auch trotz des künstlichen Schnees kein Skisport mehr möglich ist, weil es das Klima einfach nicht zulässt. Es wird zu warm! Ist es also nötig ein Millionen-Projekt zu starten, das Natur und Landschaft beschädigt und in 20 Jahren sowieso unbenutzt stillsteht? Das ist nur ein Beispiel, in diesem Fall sind natürlich alle tiefgelegenen Skigebiete betroffen, die auch nach ähnlichen Lösungen suchen.

Beispiel Andermatt:

Ein weiteres Beispiel, nicht auf den Wintersport bezogen, ist der Andermatt. Am Fuß des Oberalppasses wird ausgebaut und luxuriös saniert. Die Hälfte des Tals wurde von einem ägyptischen Milliardär gekauft, der jetzt dort 42 Luxus-Apartmenthäuser und sechs 5-Sterne-Hotels erbauen lässt. Luxus, Hotels, Golfplatz statt Landschaft und Kuhweide.
Es gibt viel mehr Projekte, die alle der Natur schaden. Es entsteht im Endeffekt eine Eventlandschaft aus den Alpen mit dem kleinen Problem der Touristenbranche, die dies anscheinend nicht wahrhaben wollen, dass sie sich letztendlich selbst zerstören und erst recht ihre Existenzgrundlage – die Natur!