29-jähriger Jon Pult als neuer Präsident der Alpen-Initiative

Er sei überzeugt, dass die Bevölkerung der Alpen und rund um die Alpen nur dann eine gute Zukunft besitzen, wenn die Umwelt mit Natur und Landschaft dauerhaft wohlbehalten bleiben. Alpenschutz sei deshalb zutiefst wichtig in Bezug auf den Fortschritt und der Zukunftsorientierung. Mit diesem Statement kündigte der 29-jährige, mehrsprachige Bündner Politiker Jon Pult sein Vorhaben als neuer Präsident für die Alpen-Initiative an, in der er von der Mitgliederversammlung des Schweizer Vereins gewählt wurde. Ziel der Alpen-Initiative, die 1989 von initiativen Köpfen aus der Schweiz hervorgerufen wurde, ist es, das Alpengebiet vor dem einsetzenden Transitverkehr zu schützen. Genau diese Interessen verfolgt auch Jon Pult, der zuvor auch Mietglied des Alpenrats war, nun jedoch die 14 jährige Amtszeit von dem ehemaligen Tessiner Präsident der Alpen-Initiative Fabio Pedrina übernommen hat. Am selben Tag schon verabschiedete die Mitgliederversammlung eine Resolution, in der, der Schweizer Verein den Verzicht der zweiten Straßenröhre am Gotthard fordert und zudem den Antrag auf eine Erhöhung der Tunnelgebühr entschieden ablehnt. Fabio Pedrina erwähnte noch, dass eine solche Gebühr, isoliert für den Gotthardtunnel, schlicht unfair gegenüber der umliegenden Bevölkerung, vor allem gegenüber den Tessinern und der Urner-Bevölkerung wäre, und das zu einem nicht akzeptierbaren Umwegverkehr über den Gotthardpass führen würde. Laut Ansicht der Alpen-Initiative würde diese Tunnelgebühr nur verdecken wollen, dass das gebrauchte Geld für die zweite und viel zu überteuerte Röhre eigentlich fehlt.