Klimawandel in den Alpen: Wie gravierend werden die Folgen sein?

Jeder Wintersportler wird sich sicherlich diesen Winter gefragt haben: Wo bleibt der Schnee? Warum hat es trotz Dezember, Januar so milde Temperaturen? Wenig bis fast gar kein Schnee – in manchen Alpengebieten ist die Skisaison schon vor Ostern beendet worden – viel zu viel Niederschläge, Überflutungen und Steinschläge, das war im Großen und Ganzen der Winter 2013/2014. Jedoch die Antwort ist ganz einfach, der Klimawandel, bzw. die steigende Erderwärumung zeigt seine Wirkung, und dies wird schwerwiegende Folgen für die sensiblen Alpen mit sich bringen. Wo die meisten Menschen den milderen Winter nur als eine Voraussicht auf den Klimawandel sehen, hat es für Forscher und Wissenschaftler weit größere Aussagekraft. Nach deren Meinung und Wissen ist das mildere Klima nur ein kleiner Nebeneffekt. Hauptsorge sind die Extreme die der Wandel mit sich bringt, wie Dürren, Überschwemmungen und heftige Stürme. So auch Frank Paul vom Geografischen Institut der Universität Zürich, der sagt, dass das eigentliche, schlimme Problem des Klimawandels, das ist, dass Extreme in der Natur geschehen werden, die vorher noch nie passiert sind und das somit auch nicht im Erfahrungsbereich des Menschen liegt.

Folgen für den Alpenraum

Bis zum Jahre 2100 werden zum Beispiel im gesamten Alpenraum die Durchschnittstemperaturen um einige Grad steigen, je nach Klimaschutz. Und die Folgen sind verheerend, auch für Jahrzehnte und Jahrhunderte später. Gletscherschmelze ist eine der größten Sorgen, denn wo hin mit der riesigen Eismasse die schmilzt – es entstehen dadurch bis Ende des Jahrhunderts, schätzungsweise über 500 neue Seen, die natürlich wiederrum einige Schutzbaumaßnahmen erfordern – das ganze Gletscherwasser wird die Stauseen füllen, wo es auch zu Gefährdungen im Bereich des Stroms führen kann. Darauf können vielerorts gravierende Steinschläge folgen. Es findet sozusagen im Laufe der nächsten Jahrhunderte eine starke Änderung der ganzen Natur und Struktur statt, die man auf keinen Fall unterschätzen darf und bei der im vornherein schon wichtige Maßnahmen getroffen werden müssen um sich entsprechend darauf vorzubereiten.